Das beste Mittel gegen Glatteis: Zucker!

Eine geniale Alternative zu Streusalz...

Werbung
Zucker - Du kannst damit Kuchen backen, Deinen Kaffee süßen... oder Schnee und Eis zum Schmelzen bringen. Das versüßt doch jedes Schneeräumen, oder? ;-)
Zucker - Du kannst damit Kuchen backen, Deinen Kaffee süßen... oder Schnee und Eis zum Schmelzen bringen. Das versüßt doch jedes Schneeräumen, oder? ;-)

Jedes Jahr stehen Haus- und Grundstückseigentümer im Winter vor einem Problem:

Eis und Schnee müssen von Straßen, Plätzen und Gehwegen entfernt werden. Schnell, zuverlässig – und natürlich umweltfreundlich.

Stellt sich allerdings die Frage, wie man der winterlichen Glätte am besten zuleibe rückt. Bisher kamen als Mittel der Wahl hauptsächlich Sand und Splitt sowie das althergebrachte Streusalz zum Einsatz.

Doch beide Mittel haben ihre spezifischen Nachteile:

Sand und Splitt besitzen lediglich einen rutschhemmenden Effekt; Eis und Schnee werden jedoch nicht entfernt. Nach Schneefällen müssen sie deshalb immer wieder neu aufgebracht werden. Und im Frühjahr steht die aufwändige Entfernung des Streuguts samt Entsorgung an.

Streusalz setzt die Gefriertemperatur herab und verhindert zuverlässig Glatteis bis -20 °C. Allerdings wirkt es schädlich auf Pflanzen und viele Bodenorganismen. Außerdem können Salzstückchen an Pfoten von Hunden und Katzen hängen bleiben und zu schmerzhaften Entzündungen führen. Zudem beschädigt es auf Dauer Betonbauteile und fördert die Korrosion von Metallen.

Winterdienst auf die süße Art – mit Zucker?

Doch wer behauptet eigentlich, dass es unbedingt Salz braucht, um Schnee und Eis zum Dahinschmelzen zu bewegen? Betrachten wir zuerst einmal die Funktionsweise von Streusalz:

Der Grund, weshalb Salz beim Abtauen von vereisten Wegen so gute Dienste leistet, beruht auf dem physikalisch-chemischen Effekt der molaren Schmelzpunkterniedrigung. Selbiger besagt, dass der Gefrierpunkt von Flüssigkeiten sinkt, je mehr Teilchen in diesen gelöst werden. Im Fall von Streusalz sind das die im Wasser gebundenen Ionen des Natriumchlorids.

Interessanterweise besitzt normaler Haushaltszucker dieselben Eigenschaften: Auch dessen Wirkung beruht auf dem gleichen physikalisch-chemischen Effekt. Es spielt also letztendlich keine Rolle, ob man zum Streuen Salz oder Zucker verwendet.

Im Gegensatz zu Salz wirkt sich Zucker nicht nachteilig auf Pflanzen und Gewässer aus, es ist harmlos für Hunde und Katzen (selbst für Hunde, die gerne mal eine Schnauze Schnee essen) und schädigt weder Gebäude aus Beton noch Metallbauteile (z.B. von Autos).

Nachteile von Zucker als Streumittel

Doch Zucker statt Streusalz im Winterdienst hat nicht nur Vorteile. Der größte Nachteil von Zucker liegt im Preis (Angaben Stand Januar 2022):

  • 1 kg Streusalz (aus Steinsalz) kostet ca. 0,50 € pro Kilogramm
  • 1 kg Zucker (Lebensmittelqualität) kostet ca. 0,80 € pro Kilogramm

Auch lässt sich Zucker nicht im großen Stil mit herkömmlichen Streufahrzeugen ausbringen, da diese auf die besonderen Eigenschaften von Salz hin konstruiert wurden.

Mit Zucker gegen den Schnee – für wen lohnt es sich?

Für private Grundstücke ist Zucker die ideale Alternative gegenüber Streusalz und bringt viele Vorteile mit sich. Das Streuen von Hand ist schnell erledigt und aufgrund der sowieso geringen Aufwandsmengen dürfte der höhere Preis nicht stark ins Gewicht fallen.

Aber allein aus Umweltschutzgründen würde sich mittelfristig sicher die Umrüstung kommunaler Räum- und Streufahrzeuge lohnen. Mit steigender Abnahmemenge sinkt dann auch der Preis pro Tonne Zucker. Und der Winter wird so, wie er eigentlich sein sollte: Ein süßes Vergnügen! 😉


Stand der Informationen: Januar 2022
Wichtig: Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen und rechtlichen Hinweise für diesen Beitrag!