Keller im Herbst und Winter richtig lüften

Feuchte Wände verhindern, Schimmelbildung vorbeugen...

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Das sollte im Keller besser nicht passieren - wenn kalt auf warm trifft, dann bildet sich Kondenswasser und kann im schlimmsten Fall zum Entstehen von Schimmel beitragen.
Das sollte im Keller besser nicht passieren - wenn kalt auf warm trifft, dann bildet sich Kondenswasser und kann im schlimmsten Fall zum Entstehen von Schimmel beitragen.

So praktisch Kellerräume auch sind, so problematisch ist die Frage der richtigen Lüftung.

Vor allem im Altbau haben viele Hausbesitzer mit feuchten Kellerwänden zu kämpfen, da die Außendämmung im Lauf der Zeit für Nässe durchlässig werden kann oder zum Zeitpunkt des Baus noch nicht die heute modernen Materialien zur Verfügung standen.

Aber auch in neuen Gebäuden kommt es auf den richtigen Luftaustausch an. Besonders wichtig ist das sinnvolle Lüften von Kellerräumen in der kalten Jahreszeit. Und das hat einen einfachen Grund:

Beim Öffnen von Türen und Fenstern dringt kalte Außenluft in das Gebäudeinnere und trifft dort auf wärmere Wände, Decken und Böden. In der Luft gebundene Feuchtigkeit kondensiert – das Ergebnis…

Klamme Wände, feuchtes Mobiliar, ein muffiger Geruch und Schimmelbildung, die im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein kann.

Wer seinen Keller als zusätzlichen Wohnraum oder als Lager für Kleidung, Dokumente und Möbel nutzen möchte, muss hier besonders aufpassen, damit empfindliches Inventar keinen Schaden davonträgt.

So machen Sie Ihrem Keller Luft…

Wer nun glaubt, die Lösung des Problems sei Dauerlüften, der irrt.

Durch das ständige geöffnet halten eines Fensters bilden sich Kältebrücken – also schnell auskühlende Bereiche in der Gebäudestruktur, an welchen sich Kondenswasser besonders gut niederschlägt.

Das hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die Kellerräume. Vor allem im angrenzenden Erdgeschoss ist in solchen Fällen mit dauerhaft erhöhten Heizkosten zu rechnen. Zudem steigt die Gefahr von Schimmelbildung in Bodennähe rapide an.

Keller im Winter richtig lüften!

Ungeheizte Kellerräume (also solche, die nicht zu Wohnzwecken dienen) sind so selten wie möglich zu lüften. Stoßlüften alle zwei bis drei Tage für fünf bis zehn Minuten reicht vollkommen.

Bewohnte Kellerräume müssen natürlich häufiger gelüftet werden, schon allein, um ein angenehmes Wohnklima aufrechtzuerhalten und für den nötigen Sauerstoffaustausch zu sorgen. Abhängig von der Nutzungsintensität empfiehlt sich zweimal oder dreimal täglich stoßzulüften.

Tipp: Für effizientes Stoßlüften sollten zwei gegenüberliegende Kellerfenster gleichzeitig geöffnet werden. Das beschleunigt den Lüftungsvorgang und bringt den sprichwörtlichen „frischen Wind“ damit noch schneller in den Keller.

Hygrometer nutzen!

Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet zwei Hygrometer. Eines wird ungefähr in der Mitte des Kellers angebracht, das andere draußen an der Hauswand installiert.

Mit der Hilfe dieser Feuchtigkeitsmesser vergleicht man die Luftfeuchtigkeit vor dem Lüften:

  • Luftfeuchtigkeit außen < Luftfeuchtigkeit innen ➔ Lüften!
  • Luftfeuchtigkeit außen > Luftfeuchtigkeit innen ➔ Nicht lüften!

Vor allem während Regenschauern oder an trüben Nebeltagen im Herbst und im zeitigen Frühjahr sollte das Fenster besser geschlossen bleiben, um nicht mehr Luftfeuchtigkeit in den Raum zu lassen, als schon bereits vorhanden ist. Das gilt besonders für ungeheizte Kellerräume.


Stand der Informationen: Dezember 2021
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