Tipps zur Rasenpflege im Frühjahr

So machen Sie Ihren Rasen fit für den Sommer...

Schau mir in die Grasnarbe, Kleines... Blick von oben auf einen Rasen.
Schau mir in die Grasnarbe, Kleines... Blick von oben auf einen Rasen.

Endlich Frühjahr ! Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und die ersten warmen Tage des Jahres läuten die neue Gartensaison ein.

Der perfekte Zeitpunkt für alle Hobbygärtner, ihren Rasen auf den kommenden Sommer vorzubereiten.

1 | Das erste Mähen

Je nach Temperatur und Wuchshöhe (max. 10 cm) sollte der Rasen das erste Mal im April gemäht werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nicht in der sengenden Mittagssonne den Rasenmäher anzuwerfen, da die frischen Schnittstellen der Grashalme sonst unansehnlich werden und verbrennen.

Ideal ist es, nachmittags oder in den frühen Abendstunden zu mähen. Haben Sie nur morgens für diese Arbeit Zeit, sollten Sie darauf achten, daß die Rasenfläche trocken genug ist. Tautropfen oder nächtlicher Regen lassen das Gras nämlich leicht im Mäher verkleben, wodurch dieser es nicht mehr vollständig aufsammeln kann.

Krokusse, Schneeglöckchen & Co.

Wer Krokusse und andere Frühlingsblüher gepflanzt hat, sollte das Mähen ohnehin verschieben, bis die Blattspitzen dieser Pflanzen beginnen, sich braun zu verfärben. Solange benötigen sie, um für die nächste Blühperiode im kommenden Frühjahr zu regenerieren und neue Kräfte zu sammeln.

Der erste Rasenschnitt darf in diesem Fall nicht zu tief erfolgen, um möglichst viel verbleibendes Blattwerk zu erhalten. Auch auf Tipp Nummer zwei verzichten Sie wohl besser, bis sich die Pflanzen – ungefähr Mitte Mai – komplett zurückgezogen haben.

Das Erfolgsgeheimnis: Regelmäßigkeit

Während der Gartensaison ist es wichtig, den Rasen regelmäßig einzukürzen. Das regt den Breitenwuchs der Gräser an und hilft so, Lücken zu schließen und Unkraut zu verdrängen. Auch verzögert ein kurzer Rasenschnitt das Austrocknen des Grases bei starker Sonneneinstrahlung.

Während der Gartensaison deshalb mindestens einmal wöchentlich mähen. Experten raten sogar dazu, alle drei Tage zum Rasenmäher zu greifen. Für ebene, abgegrenzte Flächen bieten sich hier Mähroboter an, die diesen Job gerne übernehmen.

2 | Ein Peeling für die Grasnarbe

Nach dem ersten Mähen ist die passende Zeit für eine kleine Wellness-Behandlung des Rasens gekommen:

Beim Lüften werden abgestorbener Grasschnitt, Moos und das Blattwerk diverse Unkräuter aus der Grasnarbe „gekämmt“. Im wahrsten Sinn des Wortes: Rotierende, in Reihe angeordnete Metallkämme wühlen sich durch den Rasen und entfernen locker sitzende Bestandteile.

Anders als beim Vertikutieren wird der Boden selbst kaum aufgerissen, wodurch diese Behandlung sehr schonend ist und mehrmals im Jahr durchgeführt werden kann (auf das Lüften in einer Heißwetterperiode sollten Sie aber verzichten, da das Gras zu sehr gestresst werden würde).

Keine Sorge, wenn die Rasenfläche hinterher „schlimmer“ aussieht als vorher. Das gibt sich nach wenigen Tagen und spätestens in zwei Wochen erstrahlt Ihr Rasenteppich in einem neuen, frischeren Grün.

Vertikutieren versus Lüften

Vertikutieren (also das „Aufreißen“ des Bodens) sollte nur mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden und eignet sich nur für Rasenflächen, für die eigentlich jede Hoffnung zu spät kommt. Sozusagen das letzte Mittel vor der Neuansaat, um zu retten, was noch zu retten ist.

Tipp: Die meisten Vertikutierer bieten als Zubehör eine Lüfterwalze.


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3 | Düngen – Doping für den Rasen

Das richtige Düngen… für manche eine echte Wissenschaft. Aber keine Sorge, so kompliziert ist das alles nicht. Es gibt nur einige wenige Regeln zu beachten.

Einen guten Rasendünger erkennt man daran, daß er einen vergleichsweise niedrigen Stickstoffgehalt besitzt. Stickstoff (vor allem in Blaukorn) fördert das Längenwachstum, der Rasen schießt auf – das macht ihn anfällig für Krankheiten und erhöht den Mähaufwand enorm.

Ideal ist ein Rasendünger mit der Formulierung „NPK 8-5-12 plus MgO“:

  • N: Stickstoff – fördert das allgemeine Wachstum der Pflanzen
  • P: Phosphor – stimuliert das Wurzelwachstum
  • K: Kalium – stärkt die Widerstandskraft des Rasens
  • MgO: Magnesiumoxid – verbessert die Photosynthese und sorgt für eine schöne Grünfärbung

Die Zahlenwerte geben den Prozentsatz des jeweiligen Stoffes zur Gesamtmenge des Düngers an.

Bitte beachten Sie unbedingt die Anleitung des Herstellers bezüglich Aufwandmenge und Häufigkeit des Düngens – ansonsten besteht die Gefahr einer Schädigung des Rasens (sogenanntes „Verbrennen“). Verfahren Sie grundsätzlich nach dem Motto „Regelmäßig wenig ist besser als einmal viel“.

Tipp: Tragen Sie beim Ausbringen von Dünger alte Kleidung und immer Handschuhe. Vor allem das in manchen Düngern enthaltene Eisen (z.B. Eisen(II)-Sulfat als Moostilger) hinterlässt hartnäckige Flecken, die sich nur mit viel Aufwand wieder entfernen lassen.

Langzeitdünger, aber richtig

Wer Langzeitdünger ausbringt, sollte dies unbedingt mit einem gehörigen zeitlichen Abstand zum nächsten Mähen tun (ca. eine Woche) und am besten vor einer Regenperiode. Dies gibt dem Langzeitdünger genügend Zeit, sich zu setzen. Anderenfalls kann es passieren, daß Sie Teile des Düngers beim nächsten Mähen einfach wieder „aufsaugen“ und dieser nicht richtig wirken kann.

Tipp: Am besten bringen Sie Rasendünger direkt nach dem Lüften des Rasens aus.

Düngen trotz Haustiere und Kleinkinder ?

Bitte erkundigen Sie sich beim Hersteller des Düngers, ob dieser für Haustiere (und Kleinkinder) ungefährlich ist. Im Zweifelsfall bietet sich Flüssigdünger an, der mit der Gießkanne ausgebracht werden kann.


Stand der Informationen: April 2017

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