So machen Sie Ihren Rasen winterfest!

Tipps zur Rasenpflege im Herbst...

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Düngen vor dem Winter

Zwei verschiedene Arten von festen Düngemitteln. Links ein sofort verfügbares (staubarmes) Granulat und rechts ein Langzeitdünger mit teilweise in Harz gekapselten Komponenten.
Links: Dünger in Granulatform (staubarm); rechts: Langzeitdünger (in Harz gekapselte Komponenten).

Damit Ihr Rasen – im übertragenen Sinn – ordentlich Winterspeck ansetzt, muss er Mitte September noch einmal gedüngt werden:

Empfehlenswert sind gekapselte Langzeitdünger, aber auch Dünger mit wenig Stickstoff und einem hohen Anteil an Phosphor und Kalium (im Handel oft als „Herbstdünger“ angeboten).

Phosphor und Kalium stärken die Zellstruktur und regen das Wurzelwachstum an – beides wichtig, um der kommenden Kälte etwas entgegenzusetzen.

Tipp: Benutzen Sie im Herbst keine Dünger mit hohem Stickstoffgehalt, wie etwa Blaukorn. Durch den einsetzenden Wachsstumsschub würden die Grashalme dünnere Zellwände bilden, die anfälliger für Witterungseinflüsse und Krankheiten wären.

Oktober / November: Das letzte Mal mähen

Wenn das Motorschaf ein letztes Mal wehmütig aus der Scheune geholt wird, ist das ein klares Zeichen für den Beginn der kalten Jahreszeit.

Bleibt die Frage, wann genau nun gemäht werden soll? Beim ersten Schneefall wäre es definitiv zu spät.

Der ideale Zeitpunkt ist gekommen, wenn die Bodentemperatur dauerhaft unter 10° Celsius sinkt – dann stellt Gras nämlich sein Wachstum nahezu vollständig ein.

Falls Sie daraus aber keine Wissenschaft machen möchten (oder im Wintermantel hinter dem Rasenmäher stehen wollen), dann bietet sich Ende Oktober an. Pi mal Daumen, sozusagen.

Beim letzten Mähen sollten Sie eine möglichst niedrige Schnitthöhe einstellen; eine Stufe unter der normalerweise gewählten ist ideal.

Der Grund: Das Gras wird auf jeden Fall noch etwas wachsen und darf nicht zu hoch werden. Biegen sich später nämlich die Grashalme unter der Schneedecke, dann sind Pilzbefall Tür und Tor geöffnet.

Dezember: Was jetzt noch zu tun ist…

Sie müssen nicht jedes abgefallene Blatt erbarmungslos mit dem Laubsauger jagen – aber Blätter haben auf einer gepflegten Rasenfläche nun einmal nichts verloren. Das Gras würde ersticken und faulen – kein schöner Anblick im Frühjahr.

Wohin mit dem Laub?

Andererseits freuen sich nicht nur Igel über das Herbstlaub der Bäume: Laubhaufen sind für viele Tiere eine ideale Überwinterungshilfe und im Frühjahr eine ausgezeichnete Futterquelle.

Es lohnt sich also, das gesammelte Laub in einer versteckten Ecke des Gartens aufzutürmen. Zusammen mit Reisig oder ein paar Zweigen von Nadelbäumen entsteht so eine perfekte Drei-Sterne-Unterkunft.

Es ist geschafft… Zeit für die Winterruhe!

Jetzt ist Ihr Rasen aber endgültig fit für den Winter! Freuen Sie sich mit ihm gemeinsam auf die kalte Jahreszeit. Das nächste Frühjahr kommt bestimmt… 🙂


Stand der Informationen: September 2017
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