Die Europäische Union – 10 gute Gründe

Kleiner Faktencheck zum europäischen Staatenbündnis

Künstlerische Darstellung der EU-Flagge (strukturierte Wellen).
Künstlerische Darstellung der EU-Flagge (strukturierte Wellen).

1 | Frieden

Noch nie in der Geschichte zuvor lebten die Menschen in Europa für einen so langen Zeitraum ohne militärische Auseinandersetzungen und Kriege. Die EU bildet seit ihrer Gründung als „Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ im Jahr 1951 die Grundlage für ein friedliches Miteinander der Kulturen.

Im Jahr 2012 verlieh das Nobelpreiskomitee der EU samt allen Bürgerinnen und Bürgern den Friedensnobelpreis für ihren „geleisteten Beitrag zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa“.

Darauf können wir alle stolz sein – haben aber auch die Verpflichtung, diesem Anspruch Tag für Tag gerecht zu werden.

2 | Wirtschaftskraft

Die europäischen Mitgliedsstaaten bilden zusammen die weltweit größten Exporteure und Importeure von Waren und Dienstleistungen. Ein riesiger Markt mit über 500 Millionen Menschen und einem Anteil von 20 % am globalen Bruttoinlandsprodukt (Angabe aus dem Jahr 2011).

Damit schaffen wir uns einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil auf globalen Märkten, bei Verhandlungen in Wirtschaft und Politik sowie bei der friedlichen Lösung von Konflikten um knappe Rohstoffe (z.B. seltene Erden für die Elektroindustrie).

3 | Binnenmarkt

Der europäische Binnenmarkt basiert auf vier grundlegenden Freiheiten:

Freier Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Und Deutschland – wie alle anderen Mitgliedsländer auch – profitiert von diesen Freiheiten.

Die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro im Jahr 2002 brachte weitere Erleichterungen, wie den Wegfall von Wechselkursrisiken und eine allgemeine Stabilisierung der Wirtschaft (Lesetipp: Der Euro – eine Erfolgsgeschichte).


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4 | Marktregulierung

Die EU setzt sich für mehr Wettbewerb zwischen ihren Mitgliedern ein: Verbraucher profitieren so von niedrigeren Preisen und einheitlichen Regelungen (z.B. beim Telefonieren im EU-Ausland). Die Festlegung EU-weiter Standards hilft dabei, Wettbewerbsverzerrungen und mögliche Konflikte zwischen Wirtschaftsregionen weitestgehend zu vermeiden.

Die Einhaltung verbindlicher Verbraucherschutzregeln garantiert Mindeststandards bei Produktqualität, Sicherheit und Gesundheit (z.B. bei Lebensmitteln oder der Sicherheit von Kinderspielzeug).

5 | Natur- und Umweltschutz

„Global denken, lokal handeln“ – das sind die Grundsätze der europäischen Politik des Umweltschutzes. Die EU ist einer der globalen Vorreiter bei Fragen des Klimaschutzes und der Verringerung des CO₂-Ausstoßes.

Sie setzt sich ein für weltweit verbindliche Ziele zum Abbau von Treibhausgasen und der Förderung erneuerbarer Energien (wie Solar- und Windkraft, unterstützt aber auch die Forschung auf dem Gebiet der Kernfusion).

Die von der EU eingeführten Umweltvorschriften (z.B. Altauto-Richtlinie, Luftqualitätsrichtlinie, Flora-Fauna-Habitate) tragen zum Natur- und Umweltschutz sowie zum Erhalt der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen bei.

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